Vertretung und Urlaub

Schönbrunn: Pfarrer Ahner hat am 04. und 05.10.2019 Urlaub, ebenso am 15. und 16.10.2019 und vom 25. bis 29.11.2019. Vom 19.10. bis 26.10.2019 ist er mit den Konfirmanden zur Rüstzeit im Vogtland und vom 05. bis 08.11.2019 zu einer Tagung der Jugendarbeit. Im Trauer- oder Seelsorgefall wenden Sie sich bitte an das Pfarramt in Wolkenstein oder an Pfarrerin Regina Regel. Am Mittwoch, dem 16.10.2019 bleibt die Pfarramtskanzlei in Schönbrunn geschlossen.

Weihnachtsbaum für unsere St. Bartholomäuskirche gesucht

Wir suchen wieder einen fröhlichen Spender, der einen Weihnachtsbaum für unsere Kirche (Höhe ca. 4 – 4,5m) entbehren kann.

Bitte bei Hausmeister Michael Modes melden

Schmetterlingsgrab

Die Nachricht über eine Schwangerschaft bringt große Freude in die Familie. Alle freuen sich mit an der frohen Botschaft. Pläne werden geschmiedet und große Hoffnungen entstehen. Die Schwangerschaft ist für eine Frau mühsam, aber doch erfüllend, weil in ihr neues Leben heranwächst. Leben, das hoffentlich bald geboren wird. Gerade am Anfang schwingt oft noch eine kleine Angst mit: Dein Kind könnte sterben. Wenn diese Angst dann Realität wird, ist dies in vielen Fällen eine große seelische und emotionale Belastung für die Eltern.

In diesem Jahr haben wir erlebt, wie schmerzhaft es ist, wenn ein Kind schon im Mutterleib stirbt. Die Nachricht, die wir in der 11. Schwangerschaftswoche erhielten, war ein Schock für uns, den zu verkraften auch nüchterne Worte der Ärzte nicht zu unterstützen vermochten. Viele Tränen flossen. Die Minuten dehnten sich zu Stunden aus. Wir waren einfach nur leer. Dazu die Fragen: Was machen wir jetzt? Sollen oder können wir unser Kind beisetzen? Schon dass wir die Möglichkeit hatten, uns diese Frage zu stellen, ist heutzutage im Krankenhausalltag leider keine Selbstverständlichkeit. So wurden wir u.a. darauf hingewiesen, dass es in Kleinrückerswalde eine Sammelstelle zur Beisetzung von ungeborenen Kindern gibt. Es brauchte etwas Zeit, bis wir uns entschieden hatten, dass wir unser Kind gern auf dem Friedhof in Schönbrunn beisetzen wollten. In einem kleinen Körbchen legten wir – gemeinsam mit unseren beiden Großen – unser ungeborenes Kind in die Erde. „Es war so schön! Gott wollte es gleich wiederhaben.“ war ein Gedanke unserer Kinder. Der himmlische Vater nimmt das Kind in seinen Arm und hält es fest. Wir durften auch erleben, wie Er uns und unseren Kindern half, mit diesem Schmerz umzugehen und nach vorn zu schauen. Gott hilft!

In den nächsten Wochen wird auf dem Friedhof in Schönbrunn ein Grabstein mit vier Stelen gesetzt. Das soll ein Ort sein für Eltern, die sich an ihre ungeborenen oder abgetriebenen Kinder erinnern möchten. Es besteht auch die Möglichkeit ein ungeborenes Kind an diesem Platz beizusetzen. Wir haben von vielen Menschen aus der Gemeinde Trost zugesprochen bekommen. Dafür sind wir sehr dankbar. Es kamen auch Sätze wie: „Uns ist das auch passiert. Wir haben nie wirklich darüber gesprochen. Das war damals nicht so.“ Trauer braucht ihren Platz und soll ihn in unserer Gemeinde haben. Möge dieser Ort ein Segen für viele Menschen werden!

Um den Grabstein finanzieren zu können, sammeln wir in den Gottesdiensten in Schönbrunn am Ausgang eine Kollekte.

Stefanie und Michael Ahner

Außensanierung des Pfarrhauses in Schönbrunn

Es ist vollbracht!

Zwölf Monate lang stand an unserem historischen Schönbrunner Pfarrhaus an drei Seiten ein Baugerüst. Es schränkte für uns Soltaus nicht nur die schöne Aussicht auf Wolkenstein ein. Es hinterließ auch Spuren im Garten. Aber es ist notwendig gewesen. Im September 2018 – noch rechtzeitig vor unserem 300jährigen Kirchweihjubiläum – konnte nach kompletter Dacherneuerung, neuer Holzverkleidung des alten Fachwerkes und Malerarbeiten die Südseite abgerüstet werden. Im Herbst wagte es der Kirchenvorstand verständlicherweise nicht, den erforderlich gewordenen zweiten Bauabschnitt auf der Nordseite zu beginnen. Doch für den Frühling organisierte Kirchvorsteher Jörg Weber einen zügigen Bauablauf mit allen Gewerken, der auch dank des großen Einsatzes der Handwerker realisierbar war!

Natürlich sind es auch für uns Soltaus arbeitsintensive und aufregende Wochen gewesen. Das Auslagern von Möbeln samt ihrem Inhalt aus drei Räumen kostete viel Zeit und Kraft. Als „Möbelrücker“ standen uns tatkräftige Männer zur Seite. Inzwischen sind wir mit dem Einräumen der Wohnung fast fertig.

Bei günstigem Wetter rissen Maurer und Zimmerleute die morschen Wände ab und bauten neue solide Wände ein, und das alles innerhalb von nur 9 Wochen! So konnte Kirchenbaurat Rümmler am 4. Juni die Bauabnahme vornehmen.

Seitdem sind in allen Räumen auch Elektrik und Heizung sowie das WC wieder voll funktionstüchtig. Dafür sind wir sehr dankbar! Ebenso dankbar sind wir Eckhardt und Renate Baldauf, die uns während der Bauzeit in ihrer Ferienwohnung „Asyl“ gaben.

Es war freilich nicht möglich, solch ein Bauvorhaben nur aus Eigenmitteln unserer kleinen Gemeinde zu finanzieren. Um so erfreulicher ist es, dass uns die EU mit 77.000 € Fördermitteln und unsere sächsische Landeskirche mit 30.000 € Baubeihilfe unterstützt. Natürlich sind auch Spenden von Gemeindegliedern eingegangen. Wir danken außerdem allen Falkenbachern und Schönbrunnern, die für das Gelingen ihre Hände gefaltet haben! Unser größtes Dankeschön gilt unserem himmlischen Vater, der Segen zum Bauen gab und dafür sorgte, dass kein Unfall passierte! – Nun ist unsere 235 Jahre alte Pfarre rundrum ein Schmuckstück geworden. Wir wohnen mit Familie Ahner gern darin.

Dietmar und Elvira Soltau

Das Pfarrhaus Schönbrunn befindet sich unmittelbar unterhalb der Kirche und bildet zusammen mit dem benachbarten AmbrossGut ein Ensemble, welches unverwechselbar und erhaltenswert ist. Es wurde im Jahr 1784 gebaut und steht unter Denkmalschutz.

Das Pfarrhaus stellt neben der Kirche den Mittelpunkt des gemeindlichen Lebens dar. Um die Nutzung dauerhaft erhalten zu können, sind entsprechende Sanierungsarbeiten am Gebäude notwendig.

Die Dacheindeckung (zuletzt erneuert vor cirka 70 Jahren) wird zunehmend fehlerhaft, herabstürzende Schiefer stellen eine steigende Gefahr für Personen und Fahrzeuge im Gelände dar. Die Dachrinnen sind undicht und verursachen dadurch zunehmend Schäden am Mauerwerk. Das als Wohnbereich genutzte Obergeschoss ist nicht isoliert und weist nur dünne Wände auf.

Durch die Außensanierung soll die Dachlattung und Schiefereindeckung erneuert werden. Dabei wird wieder ein Naturschiefer verwendet. Die Holzverkleidung der Außenfassaden des Obergeschosses soll erneuert werden. Zur Energieeinsparung wird gleichzeitig eine Dämmung eingebracht. Der Blitzschutz des Gebäudes wird an die neuen gültigen Standards angepasst, wobei dazu das Gebäude ringsherum aufgeschachtet werden muss. Die noch nicht erneuerte Nebentür wird durch eine neue Holztür ersetzt. Das Gebäude wird einen neuen Anstrich erhalten. Die Holzverkleidung wird dabei wieder in Farbe gestrichen, um auf Anraten der Denkmalschutzbehörde die Abgrenzung zu einem Bauernhaus deutlich zu machen.

Der optische Gesamteindruck des Gebäudes im Ensemble mit dem AmbrossGut bleibt durch die Sanierung erhalten.