Jahreslosung 2022: „Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“ (Johannes 6,37)

Jahreslosung 2023: „Du bist ein Gott, der mich sieht“ (1.Mose 16,13)


Liebe Gemeinde,

So ein Winterbild (siehe unten) hat irgendwie etwas beruhigendes, friedvolles an sich. Da fehlt nur noch der Schwibbogen und die perfekte Weihnachtsstimmung wäre gegeben. Aber unser Gemeindebrief soll ja auch noch im Februar aktuell sein.
Es ist erstaunlich, dass eine Winterlandschaft irgendwie immer eine friedliche Stimmung verbreitet – im Gegensatz zu einem Sommer-Strand-Urlaubsbild, das voller Bewegung ist. Und mit so einem Bild ist auch sofort die Sehnsucht nach Frieden präsent, ganz automatisch. Und da passt auch der Monatsspruch von Dezember völlig hinein:

Der Wolf findet Schutz beim Lamm, der Panter liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen, ein kleiner Junge leitet sie.
Jesaja 11,6

Dieser Vers ist Teil einer Weissagung des Propheten Jesaja vom Kommen des Messias, die wir in verkürzter Form zu Weihnachten hören und damit bekennen, dass sie mit Jesus erfüllt sind.
Der Jesajavers zeichnet ein Bild von Frieden, das wir uns kaum vorstellen können. Sogar zwischen den Tieren herrscht Frieden, fressen und gefressen werden ist Geschichte. Dabei haben wir unter uns Menschen sogar Mühe, dass selbst Leute mit Verstand sich nicht die Köpfe sinnlos einschlagen. Was fangen wir mit so einer Verheißung an? Mir sind da drei Punkte wichtig:

1. Das Wort Gottes stellt mir einen nüchternen Realismus vor Augen. Der Unfrieden dieser Welt ist Folge der Abwendung des Menschen von Gott (Sündenfall). Er wird sich nicht durch Appelle an die Vernunft wieder einstellen. Aber Gott gibt sich nicht damit zufrieden. Er verspricht und verheißt, dass Er, und nur Er den Frieden wieder herstellen wird.

2. Was wir bei Jesaja noch als Versprechen Gottes hören, hat mit Jesus begonnen – und ich sage bewusst „begonnen“. Er ist der Friedefürst, er hat Frieden gemacht zwischen Gott und uns. Dieser Frieden beginnt in unseren Herzen, greift dort um sich. Er macht uns zu Friedensstiftern. Wir dürfen diesen Frieden in die Welt tragen.

3. Umfassender Frieden, der als große Sehnsucht in uns ist und den der Monatsspruch uns in fast unwirklicher Form vor Augen malt, ist menschlich gesehen eine Utopie. Im Wort Gottes ist er aber eine Verheißung, auf die wir zuleben. Was mit Jesus begonnen hat, wird Gott vollenden, wenn er diese Welt neu macht.

Das ist unsere Hoffnung und damit auch feste Gewissheit, wenn wir zu Weihnachten die Geburt des Friedensfürsten feiern. Und so wünsche ich Euch, dass dieser Frieden zu Weihnachten neu in unser Herz einzieht. Jesus segne uns alle auch im neuen Jahr!

Eure Pfarrerin Regina Regel