Jahreslosung 2022: „Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“ (Johannes 6,37)

Liebe Gemeinde,

Wir leben in einer herrlichen Region mit viel Tradition. Wenn ich an ein Leben während der letzten beiden Jahre denke, dann fallen mir aber zuerst Worte ein, wie Einschränkungen, Mühe und Herausforderungen. Es sind eher negative Assoziationen und Gedanken. Aber im Herzen wünsche ich mich mir – und ich denke vielen von euch geht es ebenso – mehr vom Leben als das. Das kann doch nicht alles sein!

Was tun? Was erwarten? Wohin mit der Sehnsucht nach mehr Leben?

Nun kann ich da drei verschiedene Wege dazu einschlagen.

Möglichkeit 1: Ich suche die Schuld jener Enttäuschung in der Pandemie, den Regeln oder den Politikern. Ich warte auf bessere Zeiten und Gelegenheiten oder Politiker. Jene Menschen werden sehr oft unzufrieden bleiben.

Möglichkeit 2: Das Lebensmotto: „Früher wollte ich nach den Sternen greifen und noch etwas erreichen.“, hat ausgedient. Denn dann kamen Enttäuschungen. Aber mit den Jahren habe ich gelernt, nicht mehr zu viel zu erwarten.

Möglichkeit 3: Ist der Weg der christlichen Hoffnung. Diese geht davon aus, dass jedes Bedürfnis, welches es in der Welt gibt, befriedigt werden kann. Wir haben Hunger. Es gibt Essen. Nicht jedes Bedürfnis, welches ich in dieser Welt verspüre, kann gestillt werden. Es ist ein Hinweis auf eine zukünftige Welt. Eine Hoffnung auf den Himmel. Eine Hoffnung auf Jesus Christus zu haben ist das, was unser Land braucht. Menschen, die mit dieser Perspektive der Hoffnung leben, führen kein Leben, das sich von der Welt abwendet. Im Gegenteil, es wird zu einem Leben mit Einsatz für andere.

Macht vielmehr in eurem Leben deutlich, dass der Herr, Christus, heilig ist. Seid jederzeit bereit, Rechenschaft abzulegen über die Hoffnung, von der ihr erfüllt seid. Denn immer wieder wird man euch auffordern, dafür Rede und Antwort zu stehen. (1. Petrus 3,15)

Es gibt für uns so viele Gelegenheiten von unserer Hoffnung auf wirkliches Leben zu erzählen. Es sind offene Türen durch die wir nur hindurchgehen müssen. Einige Gedanken aus dieser Andacht habe ich vor vielen hundert Menschen bei einer Laudatio zum Ehrenamtspreis ErzgeBürger vorgetragen. Dies war so eine Gelegenheit – eine offene Tür für das Evangelium. Im Nachgang des Abends konnte ich mit vielen Menschen sprechen. Mein Eindruck war: Das Evangelium ist so eine Hoffnungs- und Kraftquelle, dass wir gar nicht oft genug davon sprechen können. Egal, ob zu Hause, auf Arbeit, in der Schule oder im Verein. Unser Land braucht Hoffnung. Unser Land benötigt Christus und sein Leben. Wir sind so privilegiert, Christus zu kennen. Lasst uns diese Hoffnung teilen!

Ich wünsche euch eine gesegnete Sommer- und Ferienzeit mit vielen Phasen der Erholung,

euer Pfarrer Ahner