Der untere Teil unseres Kirchturmes ist ein Teil eines älteren Bauwerkes eventuell eines kleineren Kirchleins, einiges spricht dafür. Der eigentliche Turm beginnt erst in Höhe der Achteckigkeit.
| 1610 | Stadtbrand, die Kirche wird ein Raub der Flammen. |
| 1613 | Schlußstein in zwei Zeilen mit N. H. und darunter 1613. Über diesen Stein endete das Mauerwerk. Darüber begann die Bedachung in Form einer sogen. Zwiebelhaube mit Laterne und wahrscheinlich einer Wetterfahne und Turmknopf (Kugel)? |
| 1687 | Ein weiterer Stadtbrand, die Kirche wird wieder ein Raub der Flammen. Der Turm ist mit ausgebrant. |
| 1689 | Man beginnt mit dem Wiederaufbau von Kirche und Turm. |
| 1710 | Das Dach des Turmes ist fertig und zu dieser Zeit schon mit Schiefer gedeckt. |
| 1712 | werden zwei weitere Glocken gegossen und in dem Turm aufgehangen. |
| 1802 | Wieder brennt die Stadt. Die Turmhaube fängt Feuer, doch zwei beherzte Zimmerleute aus Drebach, Christoph Opitz und dessen Sohn löschen die brennende Haube indem ihnen ständig beharrliche mit einer Wasserkanne Wasser zugereicht wird. Nach ca. zwei Stunden ist der brennende Turm gelöscht. |
| 1803 | Dachdecker- und Zimmererarbeiten am Turm. |
| 1818 | Pfarrer Taubner schreibt: „Nach Ostern 1818 wurde der Thurm an der Hauptkirche durch den Schieferdecker Befahren, und bei genauer Besichtigung entdeckt, daß die hölzerne Spindel schadhaft und zum Theil verfault wäre, weshalb die Fahne sammt dem Knopf abgenommen …“ |
| 1840 | Große Reparaturarbeiten an Kirche und Turm. Das Mauerwerk des Turmes wird um 8 Ellen (ca. 4 m) erhöht und die Glocken ein Stockwerk höher gehangen. |
| 1890 | Im Zusammenhang mit der Neubeschaffung einer Taufglocke, werden im Turm die ersten Eisen- träger zur Stabilisirung eingebaut. |
| 1927 | Wieder Neubeschaffung einer Taufglocke, Einbau weiterer Eisenträger und der Turm bekommt ein Kupferdach. |
| 1984/89 | Große Sanierung und Renovierung der ganzen Kirche. Auch der Turm wird neu geputzt. |
| 2016 | Im Zusamenhang mit der Glockenrestaurierung bekam der Turm neue Fenster und auch neue festverbaute Schalläden. In drei Etagen wurden die Eisenträger ausgebaut und durch neues Holz nach historischen Vorbild denkmalgerecht eingebaut. |