Damit Kirche ein sicherer Ort ist

Kirche ist ein Ort der Gemeinschaft. Menschen begegnen einander, teilen Leben miteinander, bauen Beziehungen auf und schenken einander Vertrauen. Das ist wertvoll und gehört wesentlich zu unserem Gemeindeleben. Gleichzeitig wissen wir: Wo Menschen miteinander unterwegs sind und Nähe entsteht, können auch Grenzen verletzt und Vertrauen missbraucht werden. Deshalb ist es wichtig, nicht nur darauf zu vertrauen, dass alles gut geht, sondern gemeinsam Verantwortung für einen achtsamen und respektvollen Umgang miteinander zu übernehmen.

In den vergangenen Jahren hat sich eine Arbeitsgruppe deshalb genauer mit den Räumen, Strukturen und Angeboten der Kirchgemeinden unseres Schwesternkirchverhältnisses beschäftigt. Gemeinsam wurde überlegt: Was läuft bereits gut? Wo braucht es besondere Aufmerksamkeit? Und welche klaren Absprachen helfen uns, wenn Grenzen verletzt werden oder schwierige Situationen entstehen?

Daraus ist ein gemeinsames Schutzkonzept für unsere Kirchgemeinden entstanden. Es nimmt unterschiedliche Formen von Gewalt in den Blick und beschreibt, wie wir ihnen vorbeugen wollen. Gleichzeitig gibt es klare Orientierung dafür, wie mit Grenzverletzungen umgegangen wird, welche Ansprech- und Beschwerdemöglichkeiten es gibt und was zu tun ist, wenn Gewalt beobachtet, vermutet oder erlebt wird.

Dabei geht es nicht darum, überall Gefahren zu vermuten oder einander mit Misstrauen zu begegnen. Im Gegenteil: Gute und vertrauensvolle Gemeinschaft braucht einen verantwortungsvollen Umgang miteinander. Dazu gehört, die Grenzen anderer zu achten, aufmerksam zu sein und zu wissen, was zu tun ist, wenn etwas nicht stimmt.

Das Schutzkonzept und die Ansprechpartner finden Sie hier.

Pfr. Michael Ahner

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