In Deutschland wird häufig geklagt, über den demographischen Wandel, über künftige Finanzierungssorgen der Kranken- und Rentenkassen, über Fachkräftemangel … Doch keiner klagt über die ca. 100 000 Kinder, die nicht leben dürfen. Menschen und Organisationen, die genau dort Hilfe anbieten, wie z.B. Kaleb oder die Aktion 1000plus, haben es nicht gerade leicht. Letztere ist zum Erntedanktag bei uns im Gottesdienst in Wolkenstein und Hilmersdorf mit der „Babyflaschen – Aktion“ zu Gast. Die Mitarbeiter werden die Arbeit von 1000plus vorstellen. Im Anschluss kann sich jedes Gemeindemitglied Infomaterial über das Projekt und eine zur Spendendose umfunktionierte Babyflasche mit nach Hause nehmen und diese mit einer Spende füllen. Die Flaschen werden dann in einem späteren Gottesdienst wieder eingesammelt.

Das Projekt 1000plus hat zum Ziel, 1000 und mehr ungewollt Schwangeren im Jahr durch Beratung und Hilfe zu helfen, damit sie sich für ihre Babys entscheiden können. Dabei arbeitet die Beratung über Internet und Telefon deutschlandweit. Der für eine Abtreibung erforderliche Beratungsschein wird nicht ausgestellt. Wir wollen in unserer Gemeinde die Arbeit von 1000plus unterstützen, weil der Ansturm der ungewollt Schwangeren auf die Beratung so groß ist, dass sie dringend ausgebaut werden muss. Die überwältigende Mehrheit, nämlich 75 Prozent der dort beratenen Frauen, die zuerst über eine Abtreibung nachgedacht haben, entscheiden sich anschließend für ihr Kind. Laut 1000plus ist das Phänomen der Massenabtreibungen in unserem Land also ein Phänomen der massenhaft unterlassenen Hilfeleistung.

In dem Projekt 1000plus arbeiten die STIFTUNG JA ZUM LEBEN und die beiden Beratungsstellen für ungewollt Schwangere Pro Femina e.V. und BIRKE e.V. zusammen. Die Arbeit finanziert sich ausschließlich aus Spenden. Durch die Babyflaschen-Aktion wollen sie auf die Not und die Verzweiflung von Frauen, die vor einer Abtreibung stehen, aufmerksam machen und Spenden für den dringend notwendigen Ausbau der Beratung mit weiteren Standorten sammeln.

Wir bitten um eine rege Teilnahme an der Aktion! Vergelt’s Gott!