Jeder konnte es am Erntedank-Sonntag in Schönbrunn hören: die neuen Glocken wurden geläutet. Damit fand ein Prozess seinen Höhepunkt und Abschluss, der vor fast genau 3 Jahren seinen Anfang nahm. An dieser Stelle wurde immer wieder darüber berichtet. Wir können mit Freude und Dankbarkeit auf diese Zeit zurückblicken.

Besonders im Gedächtnis bleiben sicherlich solche Ereignisse wie die Glockeneinholung und -weihe am 31.08./ 01.09.2013. Am Samstag Morgen traf der LKW mit den Glocken ein. Während der Wartezeit bis zum Beginn des Umzugs kamen viele Schaulustige, um schon einmal einen Blick zu „erhaschen“ oder die Glocken zu berühren. Den Umzug selbst begleiteten weit über 200 Menschen aus Nah und Fern. Gäste aus den Partnergemeinden aus Schönbrunn (Odenwald) und Lathen haben sich zu diesem Anlass aufgemacht. Einen optischen Höhepunkt boten die Kameraden der Bergbrüderschaft Wiesa in ihrem Habit. Die Glocken zogen auf historischer Route durch den Ort. Auf dem Dorfplatz gab es einen Halt. Dort boten der Posaunenchor und der Kindersingekreis ihren Gruß, auch Pfarrer i. R. Dietmar Soltau sprach einige Worte. Nach Ankunft des Zuges an der Kirche trafen sich die Gäste bei einer Grußstunde und kulinarischen Genüssen im AmbrossGut.

Am nächsten Tag, dem Sonntag, wurden die Glocken im Festgottesdienst geweiht. Unsere Dorfkirche platzte fast aus allen Nähten. Der jüngste Täufling unserer Kirchgemeinde, Elise aus Falkenbach, durfte, natürlich mit der Hilfe von Mama und Papa, die Taufglocke anschlagen, das Jubelpaar Schuster, ebenfalls aus Falkenbach, die Gebetsglocke und eines unserer „dienstältesten“ Gemeindeglieder, Gerda Sühnel aus Schönbrunn, schlug die Sterbeglocke an. Unser Posaunenchor mit Verstärkung aus Wolkenstein, Drebach, Hohndorf und Großolbersdorf umrahmte diesen Festgottesdienst würdig.

Zu diesem Zeitpunkt stellten sich alle die Frage, wie die Glocken nun im Turm klingen werden. Am Erntedanksonntag erhielten wir die Antwort: wunderbar! Zu unserer Überraschung war sogar ein Team vom MDR Sachsenspiegel vor Ort.

Nun ist diese Aufgabe bewältigt. Das es „so schnell“ ging, ist schon eine Besonderheit, wie der Glockensachverständige Matthias Melzer einschätzt.

Viele Menschen waren am Gelingen beteiligt, vor und hinter den Kulissen. Was im Pfarrhaus von Pfarrer Dr. Torsten Uhlig und Kanzlistin Karina Uhlig an organisatorischen Dingen geleistet wurde, können wir nicht ermessen. Den beteiligten Firmen und Experten danken wir für die hochwertige und termingerechte Arbeit. Uns bleibt, „Danke“ zu sagen: für Ihre und Eure Spende, das Interesse, die guten Wünsche, Gedanken und Gebete. Die Mitglieder des Glockenförderkreises sind über dieser Aufgabe zu einem guten Team zusammengewachsen.