8 Tage gemeinsames Leben

Es ist möglich! Wir sind im Vogtland. 21 Mitarbeiter und 29 Konfirmanden leben in einer Isolationsgemeinschaft für eine ganze Woche zusammen. Bunt zusammengewürfelt kommen wir aus den Gemeinden in Wolkenstein und Schönbrunn, sowie Altenberg. Es ist eine intensive Woche, da wir für die gesamte Zeit auf Abstand und Masken verzichten können. Im Mittelpunkt steht die Begegnung mit dem lebendigen Gott. Jeden Morgen treffen wir uns um 8 Uhr zum Abendmahlsgottesdienst. Jeder Teilnehmer der Rüstzeit ist an einem Morgen Teil des Gottesdienstteams. Die Band singt mit uns Lobpreislieder. Wir hören eine kurze Predigt zum Thema des Tages. Einige junge Mitarbeiter sind mutig und predigen selbst. „Gott ist mein Vater“, „Mach mein Leben neu“ und „Herr, ich will dir dienen“ sind einige unserer Themen. Gottes Wort verändert das Leben.

Wir sind am Vormittag in Kleingruppen zusammen. Jede Gruppe hat eine „Mama“ und einen „Papa“ für die gesamte Woche. Dies sind die Gruppenleiter der Familie. Es wird gemeinsam gefrühstückt und in der Bibel gelesen. Nach dem Frühstück können vor allem die Gaben des Geschirrabwaschens und –abtrocknens entfaltet werden. In einer Woche besteht die Möglichkeit sich gut kennen zu lernen. Am ersten Abend werden deshalb viele Aktionen durchgeführt, damit wir langsam die Namen voneinander wissen. Am zweiten Abend spielen wir in unseren Familien. Nebenbei bereiten wir das Fest, eine Oscarnacht mit rotem Teppich und schicker Kleidung, vor. Dazu dürfen wir einen Film in einem anderen Genre proben. Der Abend ist ein Highlight! 6 Familien spielen sich die Seele aus dem Leib. James Bond in Bollywood, Horror mit Bibi & Tina oder die Olsenbande als Drama sind vertreten. Natürlich werden bei der Gala nicht nur Preise für die besten Filme vergeben, sondern wir müssen spontan auch singen. Wir feiern so richtig!

Ab Mittwoch wird es an den Nachmittagen ruhiger. Wir gehen den Weg der letzten Stunden im Leben von Jesus nach. Wir tragen ein Kreuz und schweigen dabei. Am Donnerstag ist das Haus von Stille erfüllt. Gott soll zu uns reden. Manche lesen in der Bibel, andere beten und andere schlafen mit der Bibel in der Hand ein. Am letzten Nachmittag dürfen wir der Gemeinde mit einem Arbeitseinsatz helfen. Ob Holzspalten, Äpfel pflücken, Laub rechen oder Kirchen- und Hausputz für jeden ist etwas dabei. Die Vorfreude auf den letzten Abend steigt. Wir singen noch einmal zusammen und jeder hat die Gelegenheit zu erzählen, was er in dieser Woche mit Jesus erlebt hat. Wir sind gespannt, ob Gott unsere Gebete erhört hat. War er spürbar? Und ja, wie! Viele kleine und große Zeugnisse wurden erzählt. Einige nutzten den Abend um eine Entscheidung für ein Leben mit Jesus zu treffen. Es ist so eine große Freude im Raum. Beim Segenslied: „Der Herr segne dich“ habe ich Gänsehaut. Es wird viel gebetet und einige Tränen fließen.

Mit großer Freude und erfüllten Herzen fahren wir nach Hause. Leider erkranken nach der Woche einige der Teilnehmer an Corona, andere müssen in Quarantäne. Die Zeit bleibt herausfordernd. Umso größer ist unsere Dankbarkeit wenigstens diese eine Woche gemeinsamen Lebens mit Gott erleben zu dürfen. Jesus sei alle Ehre! Wir freuen uns die Konfirmanden ab jetzt im Jugendkreis und in der Jungen Gemeinde begrüßen zu dürfen.

Heizungserneuerung Kirche Schönbrunn

Knapp 60 Jahre hat die elektrische Heizungsanlage in der Schönbrunner Kirche treu ihren Dienst getan. Immer noch funktionierend war jedoch im letzten Jahr der Punkt erreicht, wo ein Weiterbetrieb sicherheitstechnisch nicht mehr zu verantworten war. Daher haben wir uns im Schönbrunner Kirchenvorstand intensiv mit einer Nachfolgelösung beschäftigt. Das Ziel war klar: es sollte weiterhin während der Veranstaltungen „kuschelig“ warm sein. Man muss nämlich ehrlich zugeben, dass wir mit der alten Anlage wirklich ziemlich verwöhnt waren. Schnell war klar, dass ein einfaches Ersetzen der alten Heizung nicht möglich ist, da diese Kombination aus Fußboden- und Rückenheizung in dieser Art und Weise nicht mehr produziert wird. Also wurden verschiedene Heizkonzepte bewertet, „Heizungsbesuche“ z.B. in Weida (Thüringen) und Steinbach gemacht. Im Herbst 2020 wurden zu Testzwecken zwei Bankreihen mit neuer Heizung (auch wieder Fußboden und Rücken) ausgestattet. Gottes Führung ist hier sehr deutlich geworden, denn leider brachte diese Variante nicht die gewünschte Wärme. Was wäre passiert, wenn wir gleich für die komplette Kirche eine Bestellung ausgelöst hätten!

Also wurde im April die Firma Infera mit der Umrüstung der Heizungsanlage beauftragt. Mehrere Vororttermine folgten und letztlich nahm die ganze Planung konkret Gestalt an. Die neue Heizung besteht aus Unterbankstrahlern, im Volksmund auch als „Wadengriller“ bezeichnet. Sie ist temperaturabhängig regelbar und sogar per Zeitschaltuhr steuerbar.

Anfang Juli folgte die erste große Lieferung. Bei einem Arbeitseinsatz wurden die Isolierplatten unter den Bänken befestigt, die Elektriker begannen mit der Installation. Ein Dank an Andreas Graupner, der ehrenamtlich den Einbau unterstützte und nun jede Bank von unten kennt. Ende Juli kam der große Schaltschrank, der leider ins Pfarrhaus geliefert wurde. Für 160 kg waren etliche Hände und Traktortechnik notwendig, um ihn in die Kirche umzusetzen. Nachdem rund 1000 Meter Kabel verlegt wurden und alle Prüfungen erfolgreich waren, konnte die neue Heizung am 19. September erstmals in Betrieb gehen. Wir danken den Firmen Elektro Meyer und Hedratherm für die gute Zusammenarbeit und dem erfolgreichen Abschluss des Projektes. Bis auf wenige Stellen ist kaum zu sehen, dass so ein großer Eingriff erfolgte. Dank Spenden, Rücklagen und eines Zuschusses durch die Landeskirche konnten die Baukosten von reichlich 50.000 € gestemmt werden.

Nun müssen wir mit der Einstellung der Heizung Erfahrungen sammeln. Sprecht uns daher bitte an, wenn es zu kalt oder zu warm ist.

Ein großer Dank auch an unseren Herrn für seinen Segen bei diesem Bauvorhaben.

Jörg Weber

Posaunengottesdienst in Schönbrunn

Im Juni konnten die Posaunenchöre unserer Gemeinden schon in Hilmersdorf den Gottesdienst ausgestalten. Am 19.09.2021 durften wir die Hilmersdorfer und Wolkensteiner Bläser in der Schönbrunner Kirche begrüßen. Zu hören war noch einmal das Programm zur Jahreslosung.

Wiedereinweihung der Kapelle Hilmersdorf

„Oh HERR ich habe lieb, die Stätte deines Hauses, ich liebe HERR den Ort wo deine Ehre wohnt,“ singt der Chor zum Festgottesdienst am 31.10.2021. Es sind Worte des Psalms 26, die so treffend sind für diesen Tag. Die Freude ist groß darüber, dass wir zum Gottesdienst wieder in unserer Kapelle zusammenkommen können und dass alles so schön geworden ist. Viele sind aufgeregt, die Liebe zu unserer Kapelle ist spürbar.

Doch was macht die Kapelle zu so einem besonderen Ort? Das Gott sich hier finden lässt:

  • Wir haben hier schon Gottes Nähe erlebt und Worte gehört, die ganz persönlich ins Leben gesprochen haben, wie als hätte sie Gott selbst für diesen Moment geschickt.
  • Wir haben hier Gott angebetet oder von ihm neue Kraft und Ausrichtung bekommen.
  • Hier haben wir gemeinsam unsere Schuld bekannt und uns ist vergeben worden.

Deshalb singt der Chor: „Oh HERR ich habe lieb die Stätte deines Hauses, ich liebe HERR den Ort wo deine Ehre wohnt.“ Deshalb kam der Wunsch nach einer Renovierung des Fußbodens aus der Gemeinde und deshalb haben so viele mit angepackt. Wir dürfen uns über ein wunderschönes Ergebnis freuen.

Ich möchte mit diesen Zeilen nochmal für alle geleistete Arbeit von Herzen Danke sagen:

  • Dem Bauausschuss: für alles Planen, Organisieren, jede Stunde Eigenleistung, für alles Vorbereiten, Anweisen und kontrollieren.
  • Allen Firmen: Vielen Dank für die super Qualität und die Liebe mit der sie in unserer Kapelle gearbeitet haben.
  • Allen Helfern, für das ausräumen, für jeden Arbeitseinsatz am Samstag, für das Putzen und Schmücken
  • Danke für jede Spende egal ob wenig oder viel.

Der HERR segne euren Einsatz ganz reich.

Der größte Dank gebührt aber Gott unserem Vater im Himmel. Er hat zu unserem Wollen das Vollbringen geschenkt. Er hat unser Tun schon vorbereitet, geführt und gesegnet.

Ich wünsche mir von Herzen, dass Er sich auch weiterhin von uns in der Kapelle finden lässt, dass sein Name weiterhin in der Kapelle wohnt. Sein Name ist Jahwe. Das heißt übersetzt: „Ich bin für dich da.“ Ich freue mich schon darauf das zu erleben.

Der Gottesdienst endete mit: „Großer Gott wir loben dich, HERR wir preisen deine Stärke, vor dir neigt die Erde sich und bewundert deine Werke, wie du warst vor aller Zeit, so bleibst du in Ewigkeit.“

Halleluja, Amen.
Eure Doro

Erntedank ist heute, feiern wir ein Fest

Diese Liedzeile aus einem Kinderlied zum Erntedankfest erinnert uns jedes Jahr, dass wir Gottes Güte und seine reichen Gaben feiern dürfen. Das haben wir auch 2021 getan, mit viel Mühe und Engagement wurden Erntegaben in die Kirche gebracht und aufgebaut. Und am Montag nach dem Fest wurden sie den Schönbrunner Kindergartenkindern gezeigt, danach alles wieder abgebaut und die Gaben zum „Kindertreff Stadtmitte“ nach Annaberg-Buchholz gebracht. Danke an alle Mithelfer und Danke an unseren Schöpfer für alle Gaben!

Partnerschaftstreffen

Am 3. Oktober haben wir zum Erntedankfest auch den Tag der Deutschen Einheit gefeiert. Dazu waren Birgit und Hartmut Giesecke von Bergh aus unser Partnergemeinde Bad Bentheim angereist. Dem Pastor im Ruhestand und seiner Frau wurden von Uta und Wolfram Liebing und Mitgliedern des Kirchenvorstandes auf einer Wanderung die Schönheit der Umgebung gezeigt. In einer Gesprächsrunde wurden aus der über 30jährigen Partnerschaft der Kirchgemeinden und der Kommunen Geschichten und Erlebnisse erzählt, die zeigten wie eng und dauerhaft diese Beziehungen nach Bad Bentheim sind.
Gottes immerwährendes Handeln für uns und das einmalige Geschenk der Einheit und damit auch dieser Partnerschaft standen dann im Zentrum des Erntedankgottesdienstes.

Norbert Braumüller

Weihnachten im Schuhkarton

Seit vielen Jahren packen viele fleißige Hände in unseren Gemeinden Schuhkartons für Kinder, die sonst keine Geschenke zum Weihnachtsfest bekommen würden. Diese Aktion schließen wir immer zum Martinstag ab. Auch 2021 wurden wieder Geschenke gepackt. 105 schön beklebte und liebevoll gepackte Kartons konnten wir zur Sammelstelle ins Pfarramt nach Pockau bringen. Die fleißigen Helfer dort bringen sie dann auf den Weg zur Zentrale, von wo aus sie auf den Weg zu strahlenden Kinderaugen gehen. Die von den Spendern selbst mit eingepackte Freude war nicht nur bei den Frauen der Sammelstelle groß, sondern wird bei vielen Kindern ankommen und ihnen ein frohes Weihnachtsfest bescheren. Hiermit sagen wir allen herzlichen Dank, die zum Gelingen dieser Aktion mit beigetragen haben.

Sabine Wittig